Hugo-Bossmann Turnier 2019

BW Dingden gewann erstmals Hugo-Bossmann-Pokal beim Alt-Herren-Turnier in Rees

Der Titelverteidiger hat es knapp nicht geschafft: der RSV Rees hat sich zwar erfolgreich bis zum Finale durchgespielt, doch gegen die Alten Herren aus Dingden, die erstmals in Rees aufliefen, hatten sie wenig Chancen und mussten sich in einem spannenden Finale mit 0:1 geschlagen geben. Aber bevor es dazu kam, passierte noch einiges:  

14 Mannschaften (es gab keine Absagen!) hatten sich um die Mittagszeit in der Dreifachhalle eingefunden, allerdings hatten die Männer aus Haffen-Mehr und Bienen nur jeweils eine halbe Mannschaft, kurzum wurden diese zu einem neuen Team TUS Bienen oder Blau-Weiß Haffen-Mehr zusammengefasst. Neben der Namensgebung war vor allem die Trikotwahl ein nicht erwartetes Problem, denn die einen wollten auf keinen Fall in Orange, die anderen überhaupt nicht in Blau auflaufen. Da musste Turnierchef Wolfgang Zertisch ein Machtwort sprechen, und entschied, „dass die Mannschaft bis zur ersten Niederlage in Orange spielen würde, danach in Blau“. Die neue Mannschaft spielte erfolgreich und wurde erst im Halbfinale vom späteren Turniersieger aus Dingden mit 0:2 gestoppt.

Die insgesamt 13 Mannschaften spielten in insgesamt 3 Gruppen im Modus „jeder gegen jeden“ und ermittelten somit die Teilnehmer für die Finalrunde. In Gruppe A setzte sich schon frühzeitig der Gastgeber mit Unterstützung aus Haffen-Mehr durch, zweiter wurden die Alten Herren aus Millingen. In Gruppe B verlor Turniersieger BW Dingden überraschend sein Auftaktspiel gegen Rheingold Emmerich, die sich ihrerseits locker und ungeschlagen den Gruppensieg sicherten. In Gruppe C verlor auch Rees sein Auftaktspiel gegen Praest mit 2:3, aber am Ende reichte es für die die Reeser trotzdem für die Finalrunde, hier war Heelden das Maß aller Dinge und der andere RSV (aus Praest) wurde Gruppenzweiter.

Im Halbfinale trafen dann der FC Heelden und der SV Rees aufeinander, bei diesem Spiel war der Schiedsrichter besonders gefordert. Es gab einige Hakeleien und unnötige Fouls und viel zu viele Diskussionen und so wurden auch zwei rote Karten vergeben.  Die Schiedsrichter Reinhold „Fuzzi“ Hühner und Dogan Erzi hatten sonst einen ruhigen Nachmittag, denn die meisten Spieler hielten sich bei Zweikämpfen angemessen zurück und so wünschten es sich auch die Veranstalter und die Zuschauer. Bei Alt-Herren-Turnieren und normalen Spielen steht immer der Spaß im Vordergrund und die Ergebnisse sollten zweitrangig sein. Rees setzte sich letztendlich mit 2:0 Toren durch. Im anderen Halbfinale war Dingden gegen Bienen-Haffen-Mehr eine Nummer zu groß, die Blau-Weißen aus Dingden gewannen souverän ebenfalls mit 2:0. Der Gastgeber unterlag anschließend auch im kleinen Finale gegen Heelden.

Das Finale endete zwar knapp mit 1:0 für BW Dingden, aber insgesamt war der Sieg verdient, somit ging nicht nur der Hugo-Bossmann-Pokal erstmals nach Dingden, sondern auch der Hauptpreis, ein Essen für die gesamte Mannschaft. Es konnte wieder festgestellt werden, dass es auch bei den Alt-Herren-Spielen exzellente Fußballer mit vielen technischen Kabinettstückchen gibt, es gab meistens sehr geradlinige schnelle Fußballspiel, und fast immer mit mehreren tollen Toren.

Die Turnierleitung hatte Freddy Brücker und Eren Erzi inne, sie machten ihre Sache sehr souverän und sicher. Viele Helferinnen und Helfer der Alten Herren BW Bienen waren anwesend oder hatten einen Preis für die Verlosung mitgebracht. Die vielen Helfer waren auch nötig, denn neben den vielen Mannschaften und Spielern war auch das Zuschauerinteresse, besonders bei der Gruppenphase, relativ groß und die Halle entsprechend gut besucht.


Das Vorstandsteam der Alten Herren von BW Bienen (Wolfgang Zertisch, Stefan Tillmann und Günter Buckermann) organisierte wie auch in den letzten Jahren eine Rundum-Versorgung, neben einem ausgiebigen Frühstück wurden leckere Kuchen und Teilchen angeboten. Aber auch herzhafte Kost und gepflegte Getränke waren im bunten Angebot, das Alt-Herren-Turnier bot eine gute Alternative für einen verregneten Samstag. Die Organisation hat gut geklappt, denn nach der Siegerehrung gab es nur noch Restkrümel vom Kuchen und Resttoast ohne Würstchen, kurzum: es hat gut gepasst. Freuen konnten sich nach der Siegerehrung viele Gewinner auf schöne Preise aus der üppigen Verlosung.

Insgesamt konnten aber alle zufrieden sein, denn am Ende eines schönen Fußballsamstages konnte nicht nur ein verdienter Sieger gefeiert werden, sondern es gab glücklicherweise keine größeren Verletzungen. Da die Reaktionen der Beteiligten insgesamt sehr positiv waren, freuen sich die Veranstalter nicht nur über ein gelungenes Turnier, sondern auch schon auf das Turnier im nächsten Jahr mit hoffentlich ebenso vielen Mannschaften.

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